Eine defekte Weiche auf der Marschbahn legt heute Morgen den Zugverkehr nach und von Sylt weitgehend lahm — und das bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage. Donnerstag massive Störungen, Freitag dasselbe, und jetzt Montag der nächste Ausfall. Eine Weiche. Die Deutsche Bahn braucht offenbar ein Wochenende, um eine Weiche zu reparieren. Oder zwei.

Was heute fährt — und was nicht

Von Klanxbüll Richtung Sylt fahren heute Morgen genau drei Züge: 7:11, 8:11, 9:11. Der Rest fällt aus. In die Gegenrichtung — von Westerland aufs Festland — ist bis auf den 8:20 Uhr ebenfalls Sendepause. Wer danach weg muss: Pech gehabt. Wer nicht um 8:20 Uhr am Bahnhof steht: ebenfalls.

Wenn der Zug kommt, wird es eng

Was dann passiert, ist absehbar: Vier tausend Pendlerinnen und Pendler, die auf ein oder zwei Züge warten. Wer es hineinschafft, steht. Wer neben jemandem steht, der ebenfalls seit einer Stunde gewartet hat, atmet flach. Die Klimaanlage? Es ist Juni. Ob sie läuft, ist im besten Fall eine offene Frage.

Was das für die Insel bedeutet

Sylt hängt an der Bahn. Nicht als nettes Angebot, sondern existenziell. Köche, Pflegekräfte, Handwerker — Menschen, die morgens da sein müssen und abends wieder weg wollen. Wenn der Zug nicht fährt, kommen sie nicht. Wenn das drei Tage in Folge passiert, fangen Arbeitgeber an, sich Fragen zu stellen, die keine schönen Antworten haben.

Eine defekte Weiche. Drei Tage. Die Bahn arbeite intensiv an einer Lösung, heißt es in solchen Fällen. Das hört man seit Jahren — und die Weichen werden trotzdem nicht besser.

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